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  • Ein Welpe kommt ins Haus
  • Der Schlafplatz
  • Erziehungstip: Tabuzonen
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  • Welpenschule - Welpenspielstunde
  • Erziehungstip: Schleppleine


Schon einige Wochen bevor Sunny einzog, habe ich die Wohnung "hundesicher" gemacht. Ich bin durch alle Räume gegangen und habe geschaut, was unseren kleinen Vierbeiner wohl alles interessieren könnte, was z.B. seinen nadelspitzen Welpenzähnen zum Opfer fallen könnte, was potentielle Beute sein könnte, die dann gnadenlos in kleinste Stücke zerteilt wird, welche Teppiche besser nicht mit kleinen oder größeren Malheuren dekoriert werden sollten, welche Wohnraumtüren vor Krallen geschützt werden sollen.

Alles, was Sunny nicht zwischen die Zähne oder in die Pfoten bekommen sollte, habe ich die ersten Wochen weggeräumt, um erst gar keinen Frust und Ärger aufkommen zu lassen. Meine  guten, hadngeknüpften Teppiche habe ich durch waschbare Fleckerlteppiche oder entsorgbare Auslegeware ersetzt – sah zwar etwas rusitkal aus, tat aber seinen Dienst bis Sunny stubenrein war. Türen, die evtl. zerkratzt werden können, habe ich mit stabiler, glatter PVC-Folie abgeklebt werden (die Krallen rutschen daran ab und Kratzen wird uninteressant).

Hat man – so wie ich – ein Hobby wie Bären oder Puppen sammeln und diese Sammlerstücke liegen oder stehen normalerweise überall in der Wohnung herum, sollte man einen Teil davon, der vielleicht nicht so wertvoll oder gut ersetzbar ist, stehen bzw. dort liegen lassen, wo sie immer lagen. Denn wenn alles weggeräumt ist und man seine Lieblinge irgendwann wieder hervorholt, werden sie auch für einen scheinbar nun vernünftigeren, weil älteren Hund hochinteressant und es besteht wiederum die Gefahr, dass der Hund sich dann vielleicht gerade das wertvollste Stück aussucht und für Frauchen daraus ein Puzzle bastelt.

Ich habe einen Teil meiner Bären am Boden stehen lassen und wenn Sunny sich anschickte auf Bärenjagd zu gehen, gab es gleich ein harsches NEIN. Später, als ich mit clickern begonnen hatte, gab es für jedes "Bärenignorieren" ein click und Leckerchen. Inzwischen sind (fast) alle Bären uninteressant – zwar hat es einige "Opfer" gegeben, aber diesen Verlust konnte ich verschmerzen, bzw. habe die Bären repariert...                                                            
                                                                                                                                                                                                                                                              


Mir war das einfach zu unsicher, meinen kleinen Neugier nachts einfach auf einer Decke oder Kissen schlafen zu lassen. Was ist, wenn ich tief und fest schlafe und sie mal eben das Kabel meiner Nachttischlampe untersucht? Oder wenn ihr plötzlich danach ist und sie in der Wohnung Tretminen und Pfützen hinterlässt? Neee – das muss nicht sein. Die für Sunny und mich beste Lösung war ein Kennel – eine Transportbox, die man auch im Auto oder auf Flugreisen verwenden kann. Darin schlief sie von der ersten Nacht an. Die ersten Nächte habe ich fast ebenerdig auf unserem Schlafsofa verbracht und meine Hand in den Kennel gelegt, damit sie die Nähe spürt und sich ohne ihre Geschwister nicht zu einsam fühlt. Nach einer Woche schlief sie dann bei geschlossener Tür in ihrer Box und machte einen fürchterlichen Rabatz, wenn sie mal raus musste, was aber äußerst selten vorkam. So hat sie sich an einen festen Schlafplatz gewöhnt und dass sie warten muss, bis Frauchen geduscht und angezogen ist, bis es raus geht. Heute schläft sie in einer Kudde, weil trotz geeigneter Größe die Box zum Schlafen zu klein ist, Sunny könnte sich darin nicht ausstrecken und wenn sie schläft ist sie ein gaaaanz langer Hund. Sie wandert nachts nicht herum, bleibt auch noch brav liegen, während ich unter der Dusche stehe, erst wenn sie das Geräusch vom Föhn hört, kommt sie angeschlichen, denn dann geht’s bald Gassi.
                                                                                                                                                              








...so eine Kudde ist
doch irre gemütlich!










                                                                                                                                                                         


Es ist besser, wenn der Hund nicht in alle Räume darf und einige für ihn tabu sind. Bei uns ist es etwas schwierig einfach die Türen zu schließen, weil einige Räume keine Türen haben.
Damit sie sich trotzdem daran gewöhnte bestimmte Räume – z.B. das Wohnzimmer oder die Küche – nur mit Genehmigung zu betreten habe ich einfach alte Regalbretter, die wir noch übrig hatten, in den Türrahmen gestellt und festgeklemmt. Als Sunny so groß war, dass sie da mit Leichtigkeit drüber springen konnte, wirkten die Bretter wie eine geistige Sperre "Ich darf da erst rein, wenn Frauchen das Brett weg nimmt". Zwar mussten wir, wollten wir ohne Hund den Raum betreten über das Brett steigen, aber als sich das im Hundehirn festgesetzt hatte, dass sie nur auf Befehl in den Raum durfte, konnten die Bretter bald wegfallen. Nahm ich ein Brett weg und betrat den Raum und Sunny durfte mit, dann sagte ich "komm rein" - ohne diesen Befehl durfte Sunny nicht in den Raum. Wären die Bretter nicht da gewesen und ich nicht an Ort und Stelle um ein unerlaubtes Betreten zu verbieten, hätte ich wohl einige Mühe gehabt, ihr das hinterher, wenn sie bereits im Raum war, klar zu machen. Die Bretter sind schon lange verschwunden und Sunny liegt meist im Flur und geht nur in einzelnen Räume, wennn wir uns auch darin befinden.
                                                                 
                                                                                                                                                              


Oben habe ich bereits erwähnt, dass ich alle guten oder schlecht zu reinigenden Teppiche durch Fleckerlteppiche ersetzt hatte. Sunny einfach nur auf dem Parkett rumlaufen zu lassen, erschien mir auch nicht so gut, da sie darauf mit ihren weichen Pfoten sehr leicht ausrutschen und sich dann evtl. verletzen könnte.
Mit "großen Geschäften" hatten wir von Anfang an keine Probleme – die landeten alle draußen auf der Straße (wo sie selbstverständlich entfernt wurden und werden) – die diversen Pfützen, die unser Auslaufmodell anfangs hier und da produzierte, wurden von mir in ihrer Abwesenheit kommentarlos entfernt – kein Nase reintunken oder ausschimpfen, das bringt gar nichts. Die Stellen gut reinigen und mit Essig- oder Zitronenreiniger dafür sorgen, dass der "Pipi"-Geruch verschwindet, da sonst die gleichen Stellen immer wieder aufgesucht werden. Nach jedem Schlafen und Fressen und vor allem wenn sie mal wieder in der Wohnung ausgelaufen ist, bin ich  sofort mit ihr raus und habe sie an die dafür vorgesehene Stelle gebracht und sie dann ordentlich gelobt, wenn sie dort "alles erledigt" hatte. Lob heißt hier nicht einfach "so ist’s brav" – man sollte schon regelrecht in Verzückung geraten über die "Produkte" des Hundes. Sunny hat sich dann selbst immer richtig gefreut, wenn es ihr gelungen war, alles draußen zu erledigen und deshalb war das Thema "Stubenreinheit" nach vier Wochen abgeschlossen. Nach zwei weiteren "Sicherheitswochen" konnte ich die Fleckerl gegen meine guten Teppiche eintauschen und Sunny ist nie wieder rückfällig geworden.                                                                                                                          
                                                                                                                                                              


Ganz wichtig für das kleine Bündel Hund ist die Begnung mit Artgenossen während der 2. Sozialisierungsphase zwischen der 8. und 12. Woche. In dieser Zeit wird der Hund zu einem sozialen Mitglied der Gesellschaft erzogen. Er braucht viel Kontakt zu anderen Hunden und Menschen. Er kann in dieser Zeit auch auf Hamster, Katzen, Meerschweine u.s.w. sozialisiert werden.
Der Besuch einer Welpenschule oder einer Welpenspielstunde in dieser Zeit ist außerordentlich empfehlenswert. In kleinen "Kampf- Jagd- und Beutespielen" mit gleichaltrigen "Kumpeln" bei denen nicht nur die einzelnen Formen taktischer Bewegungsweisen geübt, sondern auch verschiedene Elemente des Ausdrucksverhaltens, entwickelt der Welpe soziale Verhaltensweisen. Es gibt nun Sieger- und Verliererspiele mit Rollentausch, wobei die sozialen Blockaden aggressiver Verhaltensweisen sowohl instinktmäßig als auch über die Erfahrung ausreifen. Im Eifer des Spiels wird gern einmal zu heftig in empfindlichere Körperteile gebissen. Abwehrreaktion und Schmerzlaut des Betroffenen belehren den kleinen Rüpel, daß er zu weit gegangen ist. Er lernt dabei, seine eigenen Kräfte abzuschätzen und unter Kontrolle zu bringen. 
                                                                                                                                                              
                                                                                                                                                                





In Welpenschulen wird nicht nur auf die Sozialisierung des Welpen geachtet sondern auch gleichzeit geschaut wie sich der Welpe bei bestimmten Ereignissen verhält. Ob er sich ängstlich zeigt bei fremden Geräuschen, unbekannten Objekten oder beim Betreten verschiedener Untergründe oder sogar beim Kontakt mit fremden Hunden oder Menschen.
Fachkundige Hilfe ist hier sicher.




                                                                                                                                                                 


Ich habe gelernt, dass es nicht unbedingt sinnvoll ist, einem jungen Hund Freiheit nach Belieben zu gewähren.
Ein Welpe rennt nur in den ersten Wochen hinter seinem Herrchen oder Frauchen her bis er sich eingewöhnt hat und sich seines neuen Rudels sicher ist - dann beginnt er das Terrain auch schon mal allein zu erkunden und durch das ständige Rufen seiner Menschen ist er sich sicher, dass er weiter der tollen Hasenfährte nachgehen kann, ohne plötzlich allein im Feld zu stehen.
Sunny hat dies mehrmals ausgekostet - jetzt hängt sie an einer 8 Meter langen Schleppleine. Der Wauz sollte lernen, dass alles Glück der Erde bei seinem Menschen zu finden ist, das nur sein Mensch ihm jede Form der Befriedigung geben kann: Spiel, Futter, das Spiel mit anderen Hunden, das Bad in einem See - alles ist von seinem Menschen abhängig. Hat unser Hund erst einmal erfahren, dass man auch ohne seinen "Rudelführer" zur Glückseeligkeit gelangen kann, hat man es schwer ihn vom Gegenteil zu überzeugen.
Sunny hatte drei solcher Erfahrungen: Die erste war eine wilde Hatz hinter einem Fasan her, die dann in einer Brombeerhecke endete, die andere war eine Hase, den sie aus seinem Bau rauspaukte und ihn quer über's Feld jagte und schließlich das arme Hühnchen, dass sie sich fing aber zum Glück wieder flattern ließ.
Ich habe dafür Lehrgeld bezahlt und nun das Problem, dass durch meine Unachtsamkeit Sunnys Jagdleidenschaft geweckt wurde und ich mir trotz intensiven Schleppleinentrainings immer noch nicht 100 Prozent sicher sein kann, dass sie nicht doch einmal hinter einem Reh herrennt.                                                                                            
                                                                                                                                                               
Das Schleppleinentraining funktioniert folgendermaßen:
Hund trägt ein Geschirr (zur Vermeidung von Halswirbel- und Kehlkopfschädigungen) und daran ist die SL befestigt. Man hält das Ende in der  Hand und der Hund bewegt sich von einem weg - hat er eine gewisse Entfernung erreicht, leitet man einen abrupten Richtungswechsel ein - der Wauz rennt ins Leinenende und ist zunächst verdutzt. Nach einigen Wiederholungen kann man feststellen, dass der Wuffel genau auf seinen Menschen achtgibt, was der denn nun als nächstes tut. Man kann das ganze prima als Spiel betreiben - am Ende des Spiels weicht Wauz nicht mehr von der Seite. Durch die Schleppleine hat man immer eine Einwirkmöglichkeit auf den Hund und er kann nie "sein Ding" durchziehen, d.h. er kommt nicht zum Erfolg und kann somit seine Befriedigung nicht in seiner Umwelt finden...                                                                                                                                         
                                                                                                                                     


 
   
   
   
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